Was anziehen zum Vorstellungsgespräch?
Zieh dich eine Stufe schicker an, als die Leute in der Firma an einem ganz normalen Tag gekleidet sind, in Kleidung, die gut passt und dich nicht mehr beschäftigt, sobald du Platz genommen hast. In einer Firma mit Anzug und Krawatte heißt das Anzug, in einem Business-Casual-Büro ein Blazer zu Stoffhose oder Rock, in einem Start-up saubere Chinos oder dunkle Jeans mit Kragenhemd oder Feinstrickpullover.
Unten findest du, was die Forschung über Kleidung im Vorstellungsgespräch sagt (samt einem berühmten Ergebnis, das sich nicht bestätigt hat), Outfits nach Branche, die Liste Teil für Teil, was sich per Video ändert, was du zu Hause lässt, und einen Check am Vorabend.
Die Regel: eine Stufe über dem alltäglichen Dresscode
Wer das Gespräch mit dir führt, erwartet nicht, dass du dich anziehst, als würdest du schon dort arbeiten. Erwartet wird, dass du aussiehst wie jemand, der den Tag ernst nimmt. Eine Stufe schicker als der alltägliche Dresscode der Firma leistet beides: Das zeigt Einsatz, ohne nach Kostüm auszusehen.
Finde diesen Alltags-Dresscode heraus, bevor du auswählst. Schau dir Teamfotos auf der Karriereseite und den Social-Media-Kanälen der Firma an oder was die Leute dort in Vorträgen und Videos tragen, die sie veröffentlicht haben. Oder frag beim Recruiting nach. „Was trägt man hier normalerweise zum Vorstellungsgespräch?“ ist eine ganz normale Frage, und die Antwort erspart dir das Raten.
| Was dort meist getragen wird | Was du zum Gespräch trägst |
|---|---|
| Jeden Tag Anzug, etwa im Bankwesen, in Kanzleien und in Teilen der Beratung | Ein Anzug in Marineblau oder Anthrazit, ein gebügeltes Hemd oder eine Bluse und Lederschuhe. Eine Krawatte ist in diesen Branchen nach wie vor üblich. |
| Business Casual, wie in den meisten Büros | Ein Blazer über Kragenhemd, Bluse oder Feinstrick, dazu Stoffhose oder Rock und Lederschuhe. Oder ein schlichtes Kleid mit Blazer. |
| Smart Casual, wie in vielen Tech- und Kreativfirmen | Chinos oder dunkle, schlichte Jeans mit Kragenhemd, Strickpolo oder feinem Pullover, dazu Loafer oder saubere Sneaker aus Leder. Ein unstrukturierter Blazer ist optional. |
| Lässige oder praktische Kleidung, wie in Start-ups, Läden, Küchen und im Handwerk | Die ordentlichste Version dessen, was im Job getragen wird: saubere Chinos oder dunkle Jeans, ein schlichtes Hemd oder ein schlichter Pullover und saubere, praktische Schuhe. |
| Uniform oder Schutzkleidung | Smart Casual. Die Uniform erwartet niemand, wohl aber, dass du sie in Schuss halten würdest. |
Wenn in der Einladung „komm, wie du bist“ steht: Nimm es beim Wort, nur eine Spur ordentlicher. Lässig heißt trotzdem sauber, gebügelt und gut sitzend, und eine Lage zum Ausziehen (ein Overshirt, eine Strickjacke oder ein unstrukturierter Blazer) sichert dich ab, falls es dort schicker zugeht als gedacht.
Was die Forschung über Kleidung im Vorstellungsgespräch sagt
Der erste Eindruck entsteht schnell. In einer Studie in Princeton sahen Teilnehmende Fotos von Gesichtern eine Zehntelsekunde lang, und ihre Urteile über Eigenschaften wie Vertrauenswürdigkeit und Kompetenz lagen schon nah an denen anderer Personen, die ohne Zeitlimit urteilten (Willis und Todorov, 2006).
Kleidung gehört zu diesem ersten Eindruck, und auch kleine Details fallen auf. Ein Forschungsteam der University of Hertfordshire zeigte Fotos desselben Mannes mit unkenntlich gemachtem Gesicht, entweder in einem Maßanzug oder in einem ähnlichen Anzug von der Stange. Nach wenigen Sekunden Hinsehen bewerteten die Teilnehmenden ihn im Maßanzug bei Selbstbewusstsein, Erfolg und Verdienstmöglichkeiten besser (Howlett und Kollegen, 2013). Der sichtbare Unterschied war der Schnitt. Deshalb geht es auf dieser Seite immer wieder um die Passform, nicht um den Preis.
Die ersten Minuten zählen, wenn auch nicht wegen eines Urteils nach sieben Sekunden. In simulierten Vorstellungsgesprächen sagten die Eindrücke, die sich die Interviewenden beim Small Talk zu Beginn bildeten, ihre abschließenden Bewertungen voraus und sogar die späteren Jobangebote der Bewerbenden (Barrick und Kollegen, 2010). Als ein Forschungsteam Interviewende fragte, wann sie sich entschieden hatten, war der Zeitpunkt von Gespräch zu Gespräch verschieden, und die meisten Entscheidungen fielen erst nach einigen Minuten Gespräch, nicht in den ersten Sekunden (Frieder und Kollegen, 2016). Kleidung hilft dir, gut zu starten. Über den Job entscheidet sie nicht.
Was du trägst, verändert vielleicht auch, wie du denkst, aber dieser Teil der Forschung steht auf wackligeren Füßen. In einer Reihe von Experimenten dachten Menschen in formeller Kleidung breiter und abstrakter (Slepian und Kollegen, 2015), und Männer, denen in einer simulierten Verhandlung per Los ein Anzug zugeteilt wurde, erzielten bessere Abschlüsse als Männer in Jogginghose (Kraus und Mendes, 2014). Die bekannteste Behauptung, ein Arztkittel schärfe die Aufmerksamkeit (Adam und Galinsky, 2012), hielt nicht stand, als ein anderes Team das Experiment mit präregistriertem Design wiederholte (Burns und Kollegen, 2019). Verlässlich belegt ist, wie andere deine Kleidung wahrnehmen, nicht ein mentaler Schub.
Nervosität ist normal, und eine Art davon lässt sich leicht ausräumen. Eine psychologische Studie, die Angst im Vorstellungsgespräch systematisch erfasst hat, unterscheidet fünf Arten: Sorgen um die Kommunikation, soziale Angst, Sorgen um die eigene Leistung, sichtbares nervöses Verhalten und Sorgen um das eigene Aussehen (McCarthy und Goffin, 2004). Wählst und testest du das Outfit am Vortag, ist die letzte davon erledigt.
Outfits fürs Vorstellungsgespräch nach Branche
Branchen haben Tendenzen, aber die Firma schlägt immer die Branche: Ein Fintech-Start-up kann sich wie ein Start-up kleiden und ein Designteam in einer Bank wie eine Bank. Nimm die Tabelle als Ausgangspunkt und gleich sie dann mit den Fotos der Firma ab.
| Branche | Übliches Outfit fürs Gespräch | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Finanzwesen, Recht, Beratung | Ein Anzug in Marineblau oder Anthrazit, ein weißes oder hellblaues Hemd oder eine Bluse, dunkle Lederschuhe, oft eine Krawatte | Jobs mit Kundenkontakt bleiben formell, auch wo es im Büro locker zugeht. Eine schlichte Uhr und eine formstabile Tasche runden das Outfit ab. |
| Klassische Unternehmensbüros: HR, Marketing, Vertrieb, Operations | Ein Blazer zu Stoffhose oder Rock, ein Hemd, eine Bluse oder Feinstrick und Lederschuhe | Im Vertrieb geht es oft eine Stufe schicker zu, weil du auf Kundschaft triffst. |
| Tech und Start-ups | Chinos oder dunkle, schlichte Jeans, ein Kragenhemd, ein Strickpolo oder ein feiner Pullover und dazu Loafer oder saubere Sneaker aus Leder | Ein kompletter Anzug kann deplatziert wirken. Gepflegt und zeitgemäß schlägt formell. |
| Kreativberufe: Design, Medien, Mode, Werbung | Ein durchdachtes Outfit mit einem Detail, das deinen Geschmack zeigt: eine gute Jacke, ein interessanter Strickpullover oder ein gut gewählter Schuh | Deine Kleidung ist Teil deines Portfolios. Lieber durchdacht als laut. |
| Gesundheitswesen, Bildung, öffentlicher Dienst | Business Casual: Stoffhose oder Rock mit Hemd, Bluse oder Strick, für Führungspositionen ein Blazer | Trag Schuhe, in denen du einen Krankenhausflur oder einen Campus ablaufen könntest. |
| Einzelhandel, Gastgewerbe, Handwerk | Smart Casual, eine Stufe ordentlicher als die Kleidung im Arbeitsalltag | Bei einem Modehändler zeigen ein, zwei Teile im Stil der Marke Interesse. Von Kopf bis Fuß in Teilen der Marke wirkst du dagegen wie in Uniform. |
Was du anziehst, Teil für Teil
Egal, welcher Dresscode gilt: Die Checkliste bleibt dieselbe. Das Ziel ist ein Outfit, an das du keinen Gedanken mehr verschwendest, sobald du aus dem Haus gehst.
- Jackett: ein Blazer oder Anzugjackett, das sich zuknöpfen lässt, ohne zu spannen, und in dem du die Arme heben kannst. Die Schulternähte sollten dort enden, wo deine Schultern enden.
- Hemd, Bluse oder Strick: einfarbig oder dezent gemustert, gebügelt, mit einem Kragen oder Ausschnitt, den du nicht ständig richten musst.
- Hose, Rock oder Kleid: gut geschnitten und in der richtigen Länge. Röcke und Kleider, die bis zum Knie oder tiefer reichen, funktionieren auch im Sitzen.
- Schuhe: sauber und bequem genug für zehn Minuten Fußweg. Lederschuhe, Loafer, niedrige Absätze oder flache Schuhe, schlichte Sneaker aus Leder nur dort, wo die Firma sie trägt.
- Tasche: eine formstabile Tasche oder eine Mappe, groß genug für ausgedruckte Exemplare deines Lebenslaufs und ein Notizbuch.
- Accessoires: eine Uhr, schlichter Schmuck und ein Gürtel, der so formell ist wie deine Schuhe. Nichts, was klimpert oder in einem Videocall aufblitzt.
- Pflege: saubere Haare, ein gepflegter Bart, falls du einen trägst, und kurze, saubere Nägel. Das fällt eher auf als jedes Label.
Was anziehen zum Online-Vorstellungsgespräch
In einem Videocall zeigt die Kamera das obere Drittel von dir und übertreibt ein paar Dinge. Zieh trotzdem das ganze Outfit an: Vielleicht musst du aufstehen, etwas holen oder den Laptop verschieben. Dann stimm es auf die Kamera ab.
- Einfarbige, mittlere Töne wie Marineblau, Grau, Blau, Grün oder Bordeaux wirken am besten. Grelles Weiß kann überstrahlen und reines Schwarz Details verschlucken, je nach Kamera und Licht.
- Lass feine Streifen, kleine Karos und Fischgrat weg. Bei vielen Kameras flimmern sie zu einem welligen Moiré-Muster.
- Wähl einen Ausschnitt mit Struktur. Ein Kragen, ein Blazer-Revers oder ein Pullover mit Rundhalsausschnitt behält auf dem Bildschirm besser die Form als ein weiches T-Shirt.
- Heb dir klimpernden Schmuck und raschelnde Stoffe für einen anderen Tag auf. Das Mikrofon fängt sie ein.
- Teste am Vortag das ganze Setup: das Outfit, den Hintergrund, Licht von vorn statt von hinten und die Kamera auf Augenhöhe.
Die Regel mit der einen Stufe gilt auch hier. Ein Blazer wirkt auf dem Laptop-Bildschirm genauso deutlich wie über den Schreibtisch hinweg. Zieh dich also auf derselben Stufe an wie vor Ort.
Was du zum Vorstellungsgespräch besser nicht anziehst
Die meisten Fehler beim Outfit fürs Vorstellungsgespräch haben mit Zustand und Ablenkung zu tun, nicht mit Stil. Das bleibt zu Hause:
- Alles, was zerknittert, fleckig, verwaschen oder voller Knötchen ist oder an dem ein Knopf fehlt.
- Kleidung, die dir heute nicht passt, egal, was auf dem Etikett steht. Knöpfe, die spannen, und Ärmel, die über die Fingerknöchel reichen, wirken beide nachlässig.
- Brandneue Schuhe, in denen du noch nicht gelaufen bist. Blasen sieht man dir im Gesicht an.
- Große Logos, Sprüche und laute Prints. Damit beginnt ein Gespräch, das du nicht geplant hast.
- Sportkleidung, Flip-Flops und alles Durchsichtige, es sei denn, der Job findet wirklich draußen statt oder ist körperliche Arbeit.
- Alles, was du ständig richten musst: ein Ausschnitt, der verrutscht, ein Rock, der hochrutscht, eine Krawatte, die nicht gerade sitzt.
Geh sparsam mit Duft um. In einer landesweit repräsentativen Umfrage unter Erwachsenen in den USA gaben 34,7 % an, dass parfümierte Produkte bei ihnen gesundheitliche Probleme wie Migräne oder Atembeschwerden auslösen (Steinemann, 2016). Ein Gesprächsraum ist klein und die Tür geschlossen, also trag sehr wenig oder gar keinen Duft.
Am Abend vorher: ein Zehn-Minuten-Check
Leg das Outfit am Abend fest, solange noch Zeit ist, ein Hemd zu dämpfen, Schuhe zu polieren oder es dir anders zu überlegen. Dann mach diesen Check:
- Probier alles zusammen an, Schuhe inklusive, und setz dich darin hin. Prüf, ob sich das Jackett schließen lässt, das Hemd nicht aufklafft und der Saum bleibt, wo er hingehört.
- Prüf die Vorhersage für die Zeit, die du draußen verbringst, und wähl einen Mantel oder Schirm, der zum Outfit darunter passt.
- Dämpf oder bügle die Kleidung, nimm die Fusselrolle und polier die Schuhe oder wisch sie ab.
- Leg alles bereit, was mit dir aus dem Haus geht: die Tasche, ausgedruckte Exemplare deines Lebenslaufs, ein Notizbuch, einen Stift und ein geladenes Handy.
- Plan ein, zehn Minuten früher da zu sein, plus die Zeit, die du in diesen Schuhen vom Bahnhof oder Parkplatz brauchst.
Nach dem Vorstellungsgespräch noch ein Termin? Die Methode auf der Seite Was ziehe ich heute an? funktioniert genauso: Zieh dich für den formelleren Anlass an und plan einen Wechsel ein.
Plan das Outfit fürs Vorstellungsgespräch in Clottr
Clottr taggt jedes Teil, das du hinzufügst, nach rund 19 Merkmalen, darunter die Formalität. So filterst du deinen Kleiderschrank auf die Teile herunter, die zur Stufe der Firma passen. Alle Tags lassen sich bearbeiten: Hältst du ein Teil für schicker oder lässiger, als es getaggt ist, änderst du es einfach.
Stell den Look auf dem Canvas zusammen und prüf ihn dann mit Outfit bewerten: Die Funktion benotet ihn in sieben Dimensionen, darunter die passende Formalität, und listet die Anlässe auf, zu denen er passt. Bewerten lässt sich auch ein Spiegel-Selfie von dem Outfit, das du tatsächlich trägst.
Plan das Outfit für den Tag des Gesprächs vorab im Kalender. Willst du dafür etwas Neues kaufen, sieh es dir zuerst mit der virtuellen Anprobe an dir an und lass „Soll ich es kaufen?“ prüfen, wie es zu dem passt, was du schon hast.
Was Clottr nicht kann: den Dresscode der Firma kennen. Die Formalitäts-Tags und Noten spiegeln allgemeine Stilkonventionen wider. Auf welcher Stufe die Firma liegt, entscheidest also du. Clottr kommt bald: Trag dich für den Early Access in die Warteliste ein.
Quellen
Willis und Todorov (2006), Psychological Science: Urteile über Eigenschaften anhand von Gesichtern, die eine Zehntelsekunde lang zu sehen waren.
Howlett, Pine, Orakçıoğlu und Fletcher (2013), Journal of Fashion Marketing and Management: der erste Eindruck von einem Maßanzug und einem Anzug von der Stange.
Barrick, Swider und Stewart (2010), Journal of Applied Psychology: frühe Eindrücke, abschließende Bewertungen im Gespräch und Jobangebote.
Frieder, Van Iddekinge und Raymark (2016), Journal of Occupational and Organizational Psychology: wie lange Interviewende für eine Entscheidung brauchen.
Slepian, Ferber, Gold und Rutchick (2015), Social Psychological and Personality Science: formelle Kleidung und abstraktes Denken.
Kraus und Mendes (2014), Journal of Experimental Psychology: General: Anzüge, Jogginghosen und Verhandlungsergebnisse.
Adam und Galinsky (2012), Journal of Experimental Social Psychology: das ursprüngliche Kittel-Experiment.
Burns, Fox, Greenstein, Olbright und Montgomery (2019), Journal of Experimental Social Psychology: eine präregistrierte Replikation, die den Kittel-Effekt nicht bestätigte.
McCarthy und Goffin (2004), Personnel Psychology: die fünf Arten von Angst im Vorstellungsgespräch.
Steinemann (2016), Air Quality, Atmosphere and Health: gemeldete gesundheitliche Folgen parfümierter Produkte in den USA.
Lass Clottr den Look aus deinem Kleiderschrank zusammenstellen
Clottr erkennt Anlass und Wetter, stellt aus deiner vorhandenen Kleidung ein passendes Outfit zusammen und zeigt es an dir, bevor du aus dem Haus gehst.
Häufige Fragen
Was ziehe ich am besten zum Vorstellungsgespräch an?
Ein Outfit, das eine Stufe schicker ist als das, was die Leute in der Firma an einem ganz normalen Tag tragen, aus einfarbigen oder dezent gemusterten Teilen, die gut sitzen. In den meisten Büros heißt das: ein Blazer zu Stoffhose oder Rock, dazu Hemd, Bluse oder Feinstrick und Lederschuhe. Banken und Kanzleien erwarten nach wie vor einen Anzug, Tech-Start-ups eher Chinos mit Kragenhemd oder Feinstrickpullover.
Lieber zu schick oder zu leger zum Vorstellungsgespräch?
Lieber etwas zu schick. Eine Stufe über dem alltäglichen Dresscode zeigt, dass du dir Mühe gibst. Darunter kann es so wirken, als würdest du den Termin nicht ernst nehmen. Zwei oder mehr Stufen darüber, etwa ein dreiteiliger Anzug im Start-up, können deplatziert wirken. Peil also eine Stufe an.
Kann ich zum Vorstellungsgespräch Jeans tragen?
Nur dort, wo die Leute jeden Tag Jeans zur Arbeit tragen, wie in vielen Tech-, Kreativ- und Start-up-Firmen, und dann dunkle, schlichte, gut sitzende Jeans mit Kragenhemd oder Feinstrickpullover und einem Blazer oder Overshirt. Wo Business Casual oder ein formeller Dresscode gilt, trag stattdessen Chinos oder eine Stoffhose.
Muss ich zum Vorstellungsgespräch einen Anzug tragen?
Im Finanzwesen, in Kanzleien, in der Beratung und überall dort, wo man täglich Anzug trägt: ja. In den meisten anderen Büros reicht ein Blazer zu Stoffhose oder Rock, und in vielen Start-ups ist ein Anzug mehr, als dort jemand erwartet. Wenn du unsicher bist, frag deine Ansprechperson im Recruiting, was man dort zum Vorstellungsgespräch trägt.
Welche Farben trage ich am besten zum Vorstellungsgespräch?
Marineblau, Anthrazit, Grau, Weiß, Hellblau und andere ruhige Farben funktionieren in jeder Branche und lenken die Aufmerksamkeit auf das, was du sagst. Es gibt keine belastbaren Belege dafür, dass eine bestimmte Farbe zu einer Zusage führt. Trag also Farben, in denen du gut aussiehst und dich wohlfühlst, und beschränk eine kräftige Farbe auf ein Teil.
Was ziehe ich zum Online-Vorstellungsgespräch an?
Dasselbe Outfit wie vor Ort, Schuhe und Hose inklusive, falls du aufstehen musst. Wähl einfarbige, mittlere Töne, verzichte auf feine Streifen und kleine Karos, die vor der Kamera flimmern, trag dezenten Schmuck und teste Outfit, Licht und Hintergrund am Vortag.
Was ziehe ich zum Vorstellungsgespräch in der Tech-Branche an?
Meistens Smart Casual: saubere Chinos oder dunkle, schlichte Jeans, ein Kragenhemd, ein Strickpolo oder ein feiner Pullover und dazu Loafer oder saubere Sneaker aus Leder. Bei einem größeren Unternehmen oder für eine Stelle mit Kundenkontakt kommt ein unstrukturierter Blazer dazu. Ein kompletter Anzug wird selten erwartet.
Wie plane ich mein Outfit fürs Vorstellungsgespräch am Abend vorher?
Probier das komplette Outfit mit den Schuhen an, setz dich darin hin und prüf die Vorhersage für deinen Weg. Dann dämpf das Hemd, polier die Schuhe und leg alles bereit, die Tasche inklusive. In Clottr planst du das Outfit für diesen Tag vorab im Kalender und prüfst den Look mit Outfit bewerten.
Plan das Outfit heute Abend, nicht um 7 Uhr morgens.
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