Styling-Tipps
So kleidest du dich passend zu deinem Figurtyp
Wenn du dich passend zu deinem Figurtyp kleidest, geht es im Kern um Proportionen: wo deine Taille sitzt, wie sich das Volumen zwischen Ober- und Unterkörper verteilt und wohin der Blick zuerst fällt. Die Namen der Figurtypen (Rechteck, Sanduhr, Birne, Apfel, umgekehrtes Dreieck) sind eine praktische Kurzform dafür: Ausgangspunkte, keine Gesetze.
Viele Menschen liegen zwischen zwei Typen, und derselbe Körper wirkt in einer kurzen Jacke anders als in einem langen Mantel. Nutz die Ideen unten also, um auszuwählen, was du anprobierst, und beurteil das Outfit dann auf deinem eigenen Foto. Das schlägt jede Regel auf dieser Seite.
Bestimm deinen Figurtyp in wenigen Minuten
Du brauchst nur einen Ganzkörperspiegel und, wenn du Zahlen willst, ein Maßband. Diesen Teil erledigst du selbst zu Hause.
Mit Maßband: Halte es waagerecht, eng anliegend, aber nicht einschneidend, und notier dir die Werte für dich selbst. Ohne Maßband reicht der Spiegel, denn du suchst das Gesamtbild, kein exaktes Ergebnis. So oder so stellst du dich gerade hin, in figurnaher Kleidung oder Unterwäsche, und prüfst drei Stellen.
- Schultern: die breiteste Stelle deines Oberkörpers, knapp unterhalb der Schultergelenke. Schau im Spiegel, ob sie breiter sind als deine Hüften, schmaler oder etwa gleich breit.
- Taille: die schmalste Stelle deines Rumpfs, meist etwas oberhalb des Bauchnabels. Achte darauf, ob sie deutlich, ein wenig oder kaum nach innen schwingt.
- Hüften: die breiteste Stelle rund um Hüften und Po. Vergleich sie mit deinen Schultern.
- Dann die eine Frage, auf die es ankommt: Liegt deine breiteste Stelle an den Schultern, in der Körpermitte, an den Hüften, oder sind Schultern und Hüften etwa gleich breit?
Viele Menschen landen zwischen zwei Typen. Das ist normal und kein verpatzter Test. Lies beide Zeilen der Tabelle unten, behalte die Ideen, die sie gemeinsam haben, und lass das Outfit auf deinem Foto den Rest entscheiden.
Die fünf Figurtypen im Überblick
Diese fünf Namen begegnen dir am häufigsten. Jeder beschreibt, wo dein Körper eher am breitesten ist, und der übliche Rat dreht sich darum, das auszugleichen.
Lies jede Zeile als Tendenz, nicht als Schublade: Dein Typ zeigt dir, was du zuerst anprobieren kannst, nicht, was du tragen darfst.
| Figurtyp | Woran du ihn erkennst | Der übliche Ansatz |
|---|---|---|
| Rechteck (H-Typ) | Schultern, Taille und Hüften etwa gleich breit, kaum Taille | Eine Taille schaffen, wo du eine willst: Gürtel, Wickelschnitte, in den Bund gesteckte Hemden, taillierte Jacken |
| Sanduhr (X-Typ) | Schultern und Hüften etwa gleich breit, mit deutlich schmalerer Taille | Die Taille nachzeichnen, statt sie zu verstecken: figurnahe oder gegürtete Schnitte, Wickelkleider, Hosen und Röcke mit hohem Bund |
| Birne (A-Typ) | Hüften breiter als die Schultern, oft mit klar erkennbarer Taille | Den Blick nach oben lenken und die Schultern breiter wirken lassen: Ausschnitte mit Details, betonte Schultern, hellere Farben oberhalb der Taille |
| Apfel (O-Typ) | Mehr Volumen in der Körpermitte, oft mit schlankeren Beinen und weniger Taille | Eine lange vertikale Linie schaffen: offen getragene Lagen, V-Ausschnitte, Stoffe mit etwas Stand, die die Körpermitte umspielen, statt eng anzuliegen |
| Umgekehrtes Dreieck (V-Typ) | Schultern breiter als die Hüften | Die Schultern mit Details oder etwas Volumen in der unteren Hälfte ausgleichen: weite Hosen, A-Linien-Röcke, schlichtere Ausschnitte |
Proportionen statt Schubladen
Lass die Namen weg, und der ganze Rat läuft auf ein paar Ideen zu Proportionen hinaus. Diese Ideen funktionieren für jeden Figurtyp und sind ein guter Anfang.
- Wo die Taille sitzt. Ein eingestecktes Oberteil, ein Gürtel oder ein hoher Bund zieht die Linie zwischen Ober- und Unterkörper. Setzt du sie höher, wirken deine Beine meist länger. Bleibt sie undefiniert, entsteht eine lange, gerade Linie. Beides ist eine Entscheidung, kein Fehler.
- Ein Blickfang. Der Blick geht zuerst zum stärksten Detail: einem auffälligen Kragen, einer kräftigen Farbe, Statement-Ohrringen, einem besonderen Schuh. Setz ihn dorthin, wo du Aufmerksamkeit willst, und halte den Rest ruhiger. Mit Farbe funktioniert es genauso: Ein starker Kontrast an der Taille teilt den Körper in zwei Hälften, eine Farbe von Kopf bis Fuß wirkt dagegen wie eine durchgehende Linie.
- Ausgewogenes Volumen. Ist eine Hälfte weit oder voluminös, sieht die andere meist körpernah besser aus: eine weite Hose mit einem figurnahen Strickoberteil, ein schmaler Rock mit einem lässigen Pullover. Volumen in beiden Hälften kann funktionieren, braucht aber mehr Sorgfalt.
- Längen, die an einer schmalen Stelle enden. Säume, Ärmel und Jacken wirken am klarsten dort, wo dein Körper schmaler wird: an der Taille, am Handgelenk, knapp über oder unter dem Knie, am Knöchel. Ein Saum, der an der breitesten Stelle von Oberschenkel oder Wade endet, zieht den Blick genau dorthin.
Ein Beispiel: Eine kastige Jacke über einer weiten Hose bringt Volumen in beide Hälften, dadurch kann das Outfit schwer wirken. Nimm stattdessen eine figurnahe Jacke oder eine, die an der Taille endet, und die Taille ist wieder zu sehen. Das ist die ganze Methode: eine Proportion ändern, dann noch mal hinschauen.

Was du an dir siehst, schlägt die Theorie
Eine Figurtyp-Tabelle versucht vorherzusagen, wie ein Outfit an dir aussieht, bevor du es gesehen hast. Eine Anprobe zeigt dir eine Annäherung daran. Clottrs virtuelle Anprobe stellt das Teil auf deinem eigenen Ganzkörperfoto dar, so beurteilst du Farbe, Stil und Proportionen an deinem Körper, nicht an einem Model oder einer Skizze.
Stell auf dem Canvas ein komplettes Outfit zusammen (Oberteile, Hosen, Schuhe, Accessoires) und schau, wo die Taille sitzt, wie lang die Jacke wirkt und ob das Volumen ausgewogen ist. Mit Outfit bewerten bekommt der Look danach Noten in sieben Dimensionen. Ausgewogene Proportionen sind eine davon, dazu kommen Farbharmonie, passende Formalität, Stilstimmigkeit, Mustermix und die Frage, ob der Look zu Anlass und Saison passt.
Clottr fragt nicht nach deinem Figurtyp. Die App zeigt das Outfit auf deinem Foto, und was dir steht, entscheidest du.
Was die Anprobe nicht kann: Als Annäherung hilft sie dir, den Look zu beurteilen, nicht die Passform. Deine Größe oder wie ein Kleidungsstück genau sitzt, zeigt sie dir nicht, und wo ein Saum wirklich endet, hängt von der Größe ab, die du bestellst. Prüf deshalb die Größentabelle des Shops. Eine Vorschau kann dein Gesicht gelegentlich leicht verändern oder übereinanderliegende Teile vermischen. Ein erneuter Durchlauf behebt das meistens.
Männer und Plus Size: dieselbe Logik
Viele Figurtyp-Tabellen sind für Frauen geschrieben, aber Proportionen kennen kein Geschlecht. Männerfiguren werden oft ähnlich beschrieben (breite Schultern mit schmaleren Hüften, eine gerade Statur, Hüften breiter als die Schultern, mehr Volumen in der Körpermitte), und bei ihnen wirken dieselben Hebel: die Bundhöhe der Hose, die Länge von Jacke und Hemd, wie viel Volumen jede Hälfte trägt und wohin der Blick zuerst fällt. Clottrs Anprobe stellt auch Herrenoutfits dar.
Bei Plus Size gilt dasselbe. Das Ziel ist nicht, deinen Körper zu verstecken oder schmaler auszusehen, sondern ein Outfit, dessen Proportionen bewusst gewählt wirken. Fang mit Kleidung an, die dir heute gut passt, setz die Taille dorthin, wo du sie haben willst, verteil das Volumen ausgewogen zwischen Ober- und Unterkörper und lass Säume an einer schmalen Stelle enden. Das Outfit auf deinem eigenen Foto zu sehen statt an einem Model in Mustergröße, sagt dir mehr über den Look als jede Tabelle.
So geht’s in Clottr
- 01
Richte dein Foto für die Anprobe ein
Mach ein Ganzkörper-Selfie: frontal zur Kamera, vor einer schlichten Wand, bei gleichmäßigem Licht. Ein Spiegel-Selfie funktioniert auch. In figurnaher Kleidung sind deine Proportionen leichter zu erkennen. Die Anleitung zum Foto für die Anprobe führt dich durch jeden Schritt.
- 02
Stell das Outfit auf dem Canvas zusammen
Füg Teile aus deinem Kleiderschrank hinzu. Ändere immer nur eine Sache, etwa eine kürzere Jacke oder eine weitere Hose, damit du siehst, was jeder Tausch bewirkt.
- 03
Prüf die Proportionen
Lass den Look mit Outfit bewerten benoten. Ausgewogene Proportionen sind eine der sieben Dimensionen. So siehst du, ob die Proportionen des Outfits ausgewogen sind.
- 04
Probier es an
Lass das Outfit mit der virtuellen Anprobe auf deinem Foto darstellen und achte darauf, wo die Taille sitzt, wie die Längen wirken und wohin der Blick fällt. Prüf vor dem Kauf deine Größe in der Größentabelle des Shops.
Fragen zum Figurtyp
Welcher Figurtyp bin ich?
Vergleich Schultern, Taille und Hüften vor einem Ganzkörperspiegel oder mit einem Maßband. Schultern und Hüften etwa gleich breit, kaum Taille: Rechteck. Ebenfalls gleich breit, aber mit deutlich schmalerer Taille: Sanduhr. Hüften breiter als die Schultern: Birne. Mehr Volumen in der Körpermitte: Apfel. Schultern breiter als die Hüften: umgekehrtes Dreieck. Eine Mischung aus zwei Typen ist normal.
Spielen Figurtyp-Regeln heute noch eine Rolle?
Als Ausgangspunkt, ja. Der nützliche Kern jeder Regel sind die Proportionen: wo deine Taille sitzt, wie sich das Volumen zwischen Ober- und Unterkörper verteilt und wohin der Blick fällt. Die Namen sind weniger wichtig, und der entscheidende Test ist das Outfit an deinem eigenen Körper.
Was, wenn ich zwischen zwei Figurtypen liege?
Kombinier sie: Behalte die Ideen, die beide Typen gemeinsam haben, und probier das Outfit dann auf deinem eigenen Foto an. Zwischen zwei Typen zu liegen, kommt oft vor, und wenn sich zwei Regeln widersprechen, gewinnt die, mit der du besser aussiehst.
Funktioniert das Kleiden nach Figurtyp auch bei Männern?
Ja. Proportionen kennen kein Geschlecht: Bundhöhe, Jackenlänge und die Frage, wohin der Blick fällt, zählen bei breiten Schultern genauso wie bei einer geraden Statur, bei Schultern, die schmaler sind als die Hüften, oder bei mehr Volumen in der Körpermitte.
Wie kleide ich mich bei Plus Size passend zu meinem Figurtyp?
Arbeite mit den Proportionen, nicht gegen deinen Körper: Kleidung, die dir heute gut passt, eine betonte Taille, wo du eine willst, und ausgewogenes Volumen. Das Ziel ist ein Outfit, das bewusst gewählt wirkt, nicht eins, das dich versteckt.
Kann eine App meinen Figurtyp bestimmen?
Dafür brauchst du keine App: Ein Spiegel reicht, und wenn du Zahlen willst, dazu ein Maßband. Clottr versucht es gar nicht. Die App fragt nicht nach deinem Figurtyp und erstellt keine biometrischen Templates. Gespeichert werden dein Selfie, die daraus erstellte Studio-Pose und deine Anproben. Clottr stellt das Outfit auf deinem eigenen Foto dar, damit du die Proportionen an deinem Körper siehst und selbst entscheidest. Details findest du in der Datenschutzerklärung.
Ist die virtuelle Anprobe für meinen Körper genau?
Für den Look ist sie eine gute Annäherung, für Größe und Passform nicht. Die Anprobe stellt das Teil auf deinem eigenen Foto dar, so siehst du, wie Farbe, Stil und Proportionen an deinem Körper zusammenwirken. Deine Größe oder wie ein Kleidungsstück genau sitzt, zeigt sie dir nicht, und eine Vorschau kann dein Gesicht gelegentlich leicht verändern oder übereinanderliegende Teile vermischen (ein erneuter Durchlauf behebt das meistens). Mehr dazu: Wie genau ist die virtuelle Anprobe wirklich?
Mehr entdecken
Virtuelle Anprobe
Sieh dir jedes Teil oder ein komplettes Outfit aus jedem Onlineshop auf deinem eigenen Foto an.
Outfit bewerten
Lass einen Look in sieben Dimensionen bewerten, darunter ausgewogene Proportionen.
Wie genau ist die virtuelle Anprobe?
Ein ehrlicher Blick darauf, was dir eine Anprobe zeigen kann und was nicht.
Besser anziehen
Praktische Grundlagen zu Passform, Farbe und Proportionen, und wie du nur kaufst, was du wirklich trägst.
Spar dir die Theorie. Probier es direkt an dir an.
Trag dich früh ein. Rabatt auf Lebenszeit.